Bigger, better, Barbecue für alle

Ein weltweit bekanntes Schnellrestaurant wirbt nicht umsonst für seine Burger mit dem typisch amerikanischen Slogan, der die Attribute „besser“ und „größer“ enthält. Die Idee, bei einem Barbecue einmal die richtig leckeren Spezialitäten auch hier in Deutschland anzubieten, ist nicht allzu weit von diesem Werbespruch entfernt. Beim Grillen bekommt man immer wieder die gleichen Steaks aus verschiedenen Fleischsorten angeboten – als Abwechslung Spieße, höchstens einmal Fisch oder Grillgemüse. Warum aber beim Barbecue nicht einmal etwas Abwechslung bieten und zum Beispiel Riesenburger, einen ganzen Entenbraten oder einen richtig dicken Fisch auf den Tisch bringen? Der Unterschied zum normalen Grillabend liegt hier zum einen in der Größe der angebotenen Speisen, zum anderen aber auch in der Tatsache, dass sich auf dem Gasgrill zwar der Burger, weniger aber der ganze Fisch oder ein Hühnchen beziehungsweise eine Ente garen lassen.

Die Grillmeister, die solche „großen Taten“ planen, müssen einen besonderen Gasgrill besitzen. Dieser hat eine Garkammer, in der das Grillgut mit der nötigen, meist ziemlich niedrigen Temperatur gar werden kann. Beheizt wird mit Gas, statt mit Holzkohle oder Brennholz; geschmacklich herrscht ohne Rauchchips ein kleiner Unterschied zum BBQ mit „echten“ Brennstoffen. Dadurch, dass das Bratgut nicht bei hohen Temperaturen direkt gegrillt wird, sondern indirekt vor sich hin „schmort“, verlängert sich die Zubereitungsdauer um einiges – dafür bekommt man wirklich saftige, leckere Ergebnisse, mit denen man ganze Heerscharen von Gästen zufriedenstellen kann.

Das Burger Barbecue

Wie schon erwähnt, können nicht allzu große Burger auf dem Rost, also direkt, mit dem Gasgrill gegrillt werden. Sind die Fleischstücke aus Hackfleisch zu groß, besteht die Gefahr, dass sie brechen; dann ist das Verwenden von Alufolie oder Schälchen sinnvoll. Die Hackfleischmasse – am besten Rindfleisch – wird mit fein gehackten Zwiebeln und Knoblauch, Pfeffer und ausreichend Salz gewürzt – als Bindung dient ungefähr ein Ei pro 500 Gramm Fleisch. Anders, als bei der Frikadelle kommen keine eingeweichten Brötchen oder andere Zutaten mehr hinzu. Wer es schärfer mag, gibt vielleicht noch etwas Chili dazu. Nach dem Verkneten der Masse werden wunschgerecht flache Platten aus dem Hackfleisch geformt. Diese vor dem Auflegen auf den Rost kurz in kaltes Wasser zu tauchen, lässt die selbst gemachten Riesenburger vom Gasgrill besonders knusprig und innen saftig werden.